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¡Viva la Revolución!

Oktober 20, 2007 · 4 Kommentare

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Liebe GenossInnen,

spürt Ihr nicht auch ein inneres Unbehagen, ja sogar Wut, über die wachsenden Ungerechtigkeiten in unserer Gesellschaft?! In der Zeit von Hartz IV jammern von Gesellschaft Vergessene lieber vor sich hin und fügen sich ihrem Schicksal als sich gegen die Ungerechtigkeiten aufzulehnen. Denn es ist ja so viel einfacher und bequemer, Sozialhilfe zu empfangen und nichts zu tun, als sich aktiv gegen das System zu stellen. Die Sozialhilfe hemmt den Willen des Einzelnen sich politisch zu beteiligen. Denn schließlich will man ja die Kuh nicht schlachten, die man melkt. Darum, liebe Genossen und Genossinnen, lasst uns gemeinsam dafür eintreten, dass die Sozialhilfe ganz gestrichen wird. Denn wer hungert wird aggressiv und wer aggressiv wird, wird zu einer politischen Kraft, die niemand ignorieren kann – schon gar nicht wenn diese politische Kraft wie im Falle Deutschlands aus mehr als 3,5 Millionen Menschen besteht! Als zweites ist dieses dämliche RTL2-Unterschichtenfernsehen zu eliminieren. Allein schon die Etablierung solcher katastrophaler Shows wie „Big Brother“ ist ein Zeichen dafür, wie schnell 2007 zu 1984 werden kann, solange es nur „unterhält“. Diese Volksverdummung muss aufhören! Sobald Sozialhilfe und Unterschichtenfernsehen – die moderne Form von „Brot und Spiele“ – nicht mehr sind, werden die unteren Klassen endlich wieder ein echtes, politikinteressiertes Klassenbewusstsein entwickeln und sich auflehnen.

Vielleicht mag diese Auffassung nicht von allen Genossen und Genossinnen geteilt oder gar als unsozial abgestempelt werden, aber die Geschichte hat gezeigt, dass Diktaturen – egal ob „links“ oder „rechts“ – immer bemüht waren einen „sozialen“ Ausgleich zu schaffen, um die Massen zu beruhigen und unmündig zu machen. Wenn uns wirklich etwas an einer sozialen Demokratie liegt, dann müssen wir die Sozialhilfe abschaffen. Das klingt jetzt komisch, ist aber so. Nur dann kann es heißen: ¡viva la revolución!

Hier noch ein wenig Stoff zur Heranbildung eines Klassenbewusstseins:

>> Marxists Internet Archive

>> carlos-marighela.pdf

Kategorien: Society
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4 Antworten bis hierher ↓

  • Jim Pansen // Oktober 21, 2007 um 8:38 | Antworten

    Zwar stimme ich zu, dass die Sozialhilfe den Willen von so manchem nach eigener Tätigkeit unterdrückt, auch, dass das Fernsehen nicht mehr zu genießen ist, doch zieht der Autor in seiner ‘heiligen Wut’ leider radikale, falsche Schlüsse. Denn nicht das System ist schuld, sondern der Einzelne, der sich dahinter versteckt. So tut keine Revolution des Systems not, sondern eine Evoltion des Einzelnen. Dies ist aber leider auch nicht durch die Politik zu leisten.
    Da sich die revolutionäre, aggressive Wut meist gegen Unschuldige zu richten pflegt, liegt die Lösung eher in Geduld und Besonnenheit. Die Mönche in Myanmar zeigen es ;) Dieser Weg ist natürlich nicht so schnell gegangen wie jener gewalttätige, doch dafür bleibt als Ergebnis nicht nur Schutt und Asche.
    Aber genug der Worte – jetzt gehe ich wieder in meinen Tempel :D

  • hruruzat_18 // Oktober 23, 2007 um 12:15 | Antworten

    Also: in einer stillen Minute werde ich mich gebührend dazu äußern… Zunächst nur — zur Kenntnis genommen…. :(

  • Gurkenkopp // Oktober 23, 2007 um 3:51 | Antworten

    Zum Thema Unterschichten-TV: ich kenne Standpunkte von Personen (die ich eindeutig einer „höheren“ Schicht zuordne), die Formate wie Supernanny, Castingshows und den ganzen Rotz nutzen, um sich von ihrem Alltag einer „höheren“ Schicht regelrecht abzulenken – nicht mein Fall, aber dennoch interessant.
    Auf der anderen Seite darf man anführen, dass die Protagonisten in derartigen Sendungen ja etnweder direkt ein finanzielles Entgegenkommen der Sender erhalten oder auf finanzielle Besserung spekulieren. Was wiederum zweifelsohne aus reiner Not entstehen dürfte.

    Somit haben wir, zumindest in vielen Fällen, einen lustigen Kreislauf :)

  • Der innere Kinski spricht « FloNet // Dezember 4, 2007 um 6:41 | Antworten

    [...] Gefühl des “Wir-ham-uns-alle-lieb.” Wie kleingeistig! So bewegt sich doch nie etwas. Harmonie bedeutet Stillstand und Stillstand kann sich doch nun wirklich nur derjenige wünschen, der entweder vollkommen [...]

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