Bei manchen Themen verstehen Männer keinen Spaß. Vor allem dann, wenn es um wirklich wichtige Dinge, wie Fußball geht. Das zeigten jüngst auch Rudi Völler und Oliver Bierhoff. Auslöser des Streites waren Bierhoffs Äußerungen zu Spiel- und Trainingsphilosophie des deutschen Fußballs. Wie schon in der Ära Jürgen Klinsmann fühlten sich dabei Manager und Trainer der Bundesliga persönlich angegriffen und so entzündete sich ein verbales Fernduell zwischen Rudi „Tante Käthe“ Völler und Oliver „Golden Goal“ Bierhoff:
Völler: „Ich möchte Oliver Bierhoff zu etwas mehr Demut raten, zu größerer Zurückhaltung. Ich kann das Gerede von einer einheitlichen Spielphilosophie nicht mehr hören.“
Bierhoff: „Zunächst einmal wundert mich die Kritik, weil ich immer nur über unsere Arbeit gesprochen habe. Wir haben in keinster Weise die Arbeit der Bundesliga kritisiert. Ich weiß nicht, woher dieses Gefühl bei den Vereinen kommt. Ich verstehe nicht, dass man sich da immer angesprochen fühlt.“
Völler: „Oliver Bierhoff sollte sich in den nächsten Tagen bei Dr. Müller Wohlfahrt untersuchen lassen. Das permanente Sich-selbst-auf-die-Schulter-Klopfen muss doch schmerzhafte Schädigungen nach sich ziehen. Ich jedenfalls bekomme davon schlimmste Magenkrämpfe.“
Bierhoff: „Ich habe lediglich die Fakten und unser Konzept dargestellt. Das hat nichts mit Schulterklopfen zu tun. Mich persönlich wundert es, dass es unter die Gürtellinie geht, wenn man keine Argumente hat. Diese Kritik ist eher Stammtisch-Art. Das muss ich so akzeptieren, aber es ist nicht mein Niveau und das wird uns nicht daran hindern, unser Arbeit weiter mit Elan anzugehen und auch darüber zu reden, wenn wir gefragt werden.“
Völler: „Ich habe das Gefühl, dass nur noch von Philosophien geredet wird. Die Spielphilosophie von heute ist zuallererst ein Produkt der hervorragenden Jugendarbeit in den Vereinen.“
Bierhoff: „Auch diese Aussage ist verkehrt. Natürlich profitieren wir von der guten Jugendarbeit der Vereine und sind davon abhängig. Aber unsere Philosophie und unser Konzept stellen wir selbst zusammen. Und 2004 waren die Bedingungen ja die gleichen, als Jürgen Klinsmann diese Philosophie aufgestellt hat.“
Völler: „Die Philosophie für den Spieler Oliver Bierhoff, die musste noch erfunden werden. Brasilianische Spielweise einfordern mit Füßen aus Malta, das geht eben nicht.“
Bierhoff: „Das ist eine absolute Frechheit. Ob ich Füße aus Malta habe, spielt auch überhaupt keine Rolle, sondern ob unsere Philosophie richtig und der deutsche Fußball erfolgreich ist. Das ist vollkommener Schwachsinn.
Er hat als Trainer jedenfalls nicht die Philosophie für mich erfunden, das weiß man. Aber in Italien bin ich mit dem AC Mailand Meister und Torschützenkönig geworden und gehöre zu den wenigen Spielern, die mehr als 100 Tore erzielt haben. All das ist keinem anderen Deutschen gelungen, insofern gab es wohl eine Philosophie für mich. Diese Art ist niveaulos.“(Quelle: Sport1.de, Stand 19.11.2007)
So weit so gut. Doch wie bei jedem Verbal Boxing Event muss es einen Sieger geben. Also stimmt ab und gebt dem Sieger Eure Stimme. Wer hat gewonnen? Der zornige Rudi oder der goldige Olli? Klickt einfach auf den Link, um abzustimmen.





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