
„Jürgen wird Bayern-Trainer?! Ich kotze!!!“ – Lothar Matthäus’ erste Reaktion auf die Verpflichtung Klinsmanns als Bayern-Coach
Jetscht isch es also amdlich: dr Jüargehn wird dr neuje Koohtsch bei den Bayern. Hanoi, wer hätt au des denkt. Oiner ganz bestimmt nicht: der Loddar. Des isch nämlich der wo den Klinsi überhaupt net leide koa. Außerdem hat der Loddar immer auf den Trainerjob bei den Bayern spekuliert. Daraus wird wohl jetzt (erst einmal) nichts mehr. Skandal!
Doch viel größer ist der Skandal, der sich hinter der heilen Fassade des FC Bayern während der Trainersuche abspielte. „FloNet investigativ“ deckt auf und prangert das Verhalten der Verantwortlichen an, die wieder einmal ein ganz böses Spiel mit dem armen Loddar spielten und Fußballdeutschland damit einen Bärendienst erwiesen.
10.01.2008; 10.40 Uhr
Lothar Matthäus (im folgenden Text L. M. genannt) wacht auf und begrüßt den morgen mit einem Lächeln. Es wird das letzte Mal für lange Zeit sein, dass L. M. diese Fröhlichkeit ausstrahlt.
10.01.2008; 12 Uhr
Während des mittaglichen „Bier-Frühstücks“ mit seinem alten Spezi Udo Lattek („Bier ist mein Brot“) erfährt L. M. von dem Gerücht, Klinsi solle schon morgen als neuer Bayern-Trainer vorgstellt werden. L. M. ist entsetzt: „Das ist mein Job“, knurrt er, kippt dann noch schnell sein 2. Maß runter und rast zu Uli Hoeneß.
10.01.2008; 12.02 Uhr
Trotz des Müncher Mittagsverkehrs schafft es L. M. innerhalb von 2 Minuten vom Marienplatz bis zur Säbener Straße zu rasen. Rekord!
10.01.2008; 12.03 Uhr
Die Polizei fängt Lother kurz vor der Geschäftsstelle ab. „Wo wolln’s Sie denn so schnell hin, Herr Matthäus?“, fragt Wachtmeister Dimpfelmoser „is a Job als Greenkeeper frei g’worn? Haha.“ L. M. findet das gar nicht witzig. Ein Streitgespräch entbrennt und wertvolle Zeit verrinnt.
10.01.2008; 12.45 Uhr
Aufgeschreckt durch die laute Schreierei tritt nun Uli Hoeneß auf den Plan. „Du hast der Schwabensau Klinsi meinen Job gegen! Frechheit!“, L. M. ist stinksauer. „Aber Lothar, das stimmt doch gar nicht. Dein Job ist immer noch frei. Wir würden dem Klinsi doch niemals diese delikate Aufgabe übertragen. Es geht doch hierbei um die Grundlage für unser Spiel und unseren Erfolg. Damit können wir nicht einfach jeden betrauen. Da ist Fingerspitzengefühl gefragt und auch das richtige Augenmaß, um so genanntes Unkraut auszusortieren ohne dabei zu große Löcher reißen.“ „Ach Uli, ich wusste, dass wir überein kommen. Wann soll ich als Trainer bei Euch anfangen?“ „Trainer?! Ich dachte Du bist hier wegen des Jobs als Greenkeeper.“
Seitdem reden Uli und Lothar kein Wort mehr miteinander. Der Ausgang dieses Disputs ist ungewiss. Aber ein Verlierer steht dabei jetzt schon fest: es ist der deutsche Fußball.




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