
Babes, Boobs, Blood and Tarantino – das klingt nicht nur nach einem heißen Stück Kinoentertainment, nein, normalerweise ist es das auch. Doch „Death Proof“ ist (leider) nichts anderes, als ein blutig-buntes Potpourri aus Filmzitaten und ein paar echt gelungenen Szenen. Insgesamt ist der Film zwar durchaus unterhaltsam, doch zu keinem Zeitpunkt verströmt er einen solch erfrischenden Esprit wie frühere Q.-T.-Werke („Pulp Fiction“ oder „Jackie Brown“) . „Death Proof“ fehlt es einfach bei der ganzen Zitationswut an belebenden, neuen Ideen. Bei diesem Film verhält es sich wie mit einer aufgewärmten Bohnensuppe: der Geschmack ist bekannt und am Ende ist doch alles heiße Luft.
Außerdem ist anzumerken, dass … tja, an dieser Stelle hätte ich eigentlich zur ganz großen inhaltlichen Auseinandersetzung ausholen wollen. Doch leider habe ich zuvor bei (Unverständliches Gespräch) eine superbe Rezension gelesen. Und da ich es selbst wohl kaum besser hinkriegen würde, verweise ich Euch an diesen Blog bzw. den Artikel, wünsche einen guten Abend und überlege mir ein neues Thema für den nächsten Post.
Salut.
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Sequels sucks – dieser Ausspruch kommt nicht von ungefähr. Denn allzu viele, teilweise brillante Geschichten werden, sobald sie sich an der Kasse bewährt haben, mit Fortsetzungen weichgespült und kaputt gemacht. Ein echter Filmconnoisseur belächelt selbstverständlich mitleidig diesen plumpen Beutelschneiderei-Versuch (alias „Georgelucasmanie„) der Studios. Doch leider gibt es immer noch viel zu viele treudoofe Kinogänger. Diese bestärken durch ihren unkritischen Filmkonsum die Filmindustrie, das Publikum auch weiterhin mit Schrottfilmen wie Form Dusk Till Dawn 2 oder Jaws 3 zu beleidigen. Bei dieser ganzen Sequelssucht besteht immer die Gefahr, dass ursprünglich tolle Filme nachträglich noch zerstört werden. So geschehen fast bei Martix oder Rocky. Natürlich gibt es auch positive Beispiele für Sequels, bei denen die Fortsetzung sogar das Original fast überstrahlt, z. B. James Bond – Liebesgrüße aus Moskau, Terminator 2 oder Alien 2. Aber in der Regel sind Fortsetzungen mit Vorsicht zu genießen.
Dies gilt auch für die Serie Fluch der Karibik/Pirates of the Caribbean. Der erste Teil Curse of the Black Pearl war ein echtes Meisterwerk des Popcorn-Kinos. Eine durchdachte Story, wunderschöne Schauplätze, atemberaubende Stunts und großartige Darsteller machten diesen Film zu einem modernen Klassiker. Nach dem leicht verkorksten zweiten Teil Dead Man’s Chest liefen letzte Woche endlich auch in Deutschland zum dritten Mal Captain Jack Sparrow und seine Crew in die Kinos ein. At World’s End ist kein schlechter Film, aber bei weitem nicht so gut wie er hätte sein können bzw. sein sollen. Speziell das Ende ist ein wenig enttäuschend, da das erhoffte Happy End nicht eintritt. Der Held „schenkt“ seiner Angebeteten zwar sein Herz, doch warum nur muss er das so wortwörtlich nehmen?! Wer den Abspann noch abwartet, wird mit einem etwas versöhnlicheren Ende belohnt. Dennoch erreicht der dritte Teil nicht die Klasse des Originals und bleibt mindestens eine Schiffslänge zurück. Daran ändert auch der äußerst sehenswerte Auftritt von Keith Richards nichts. Bleibt zu hoffen, dass dies wirklich der letzte Film der Reihe gewesen ist. Denn die Geschichte hätte es einfach nicht verdient, Opfer des Sequelsfluch zu werden und in den Untiefen der Belanglosigkeit zu versinken.
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