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Das Mord-und-Totschlag-Mysterium (Teil 6)

Januar 29, 2009 · 1 Kommentar

Am nächsten Tag gehe ich frisch geduscht und straff gescheitelt zu „Branko Mei Security“. Das ist die Sicherheitsfirma der örtlichen Global Bank Filiale. Eine hübsche Assistentin weist mir den Weg zu Meis Büro. Ich zwinker ihr unwiderstehlich zu, aber sie geht kühl über meinen Flirtversuch hinweg. „Pech“, denke ich und nehme vor dem Büro Platz. Ich bin ein wenig zu früh dran. Da hier nichts rumliegt, was sich zu lesen lohnt, mache ich ein Reise zurück in die Zeit, wo ich noch als Werbetexter und Suppenkasper meine Brötchen verdiente. Schon früh merkte ich, dass ich für diesen Job eigentlich nicht geboren war. Zu oberflächlich schien mir dieses Gewerbe zu sein. Es ekelte mich an wie sensibel sich einige Typen dabei gaben. „Der Kunde hat Bauchschmerzen, darum haben auch wir Bauchschmerzen!“ so hieß es dann. Lächerlich! Normalerweise fangen nur Kleinkinder aus Sympathie an zu heulen, wenn ein anderes sich gerade in Tränen auflöst. Doch hier flossen nicht einmal Tränen, geschweige denn Blut. Und dennoch war total Alarm. Aufregung pur. Aber in der Regel blieb alles ohne Konsequenz. Wenn z. B. ein Berater Mist baute, geschah meist nichts – im Gegenteil, die Pflaume wurde sogar befördert und bekam „neue, anspruchsvolle“ Aufgaben übertragen. Eigentlich ja nett, wenn es immer eine zweite Chance für jeden gibt. Aber gemessen an dem veranstalteten Trara eine nervtötende Zumutung. Dort wo ich her komme gibt es so was nicht. Da heißt es Kopf oder Zahl – im wahrsten Sinne des Wortes. Vermutlich habe ich auch deswegen nie wirklich in dieses Werbegschäft gepasst.

Anfangs machte ich noch die Kunden für meine Unzufriedenheit verantwortlich. Zu blöd, zu langweilig und viel zu ängstlich erschienen sie mir. Natürlich war das nicht falsch, aber es war eben auch nur die halbe Wahrheit. Man kann seine Natur nicht verleugnen und ich war und bin eben kein Werbefuzzi, sondern ein unbarmherziger Auftragskiller. Aber das konnte ich mir damals nicht eingestehen – auch wegen Funny.

Damit mein Innerstes endlich wieder versöhnt war, versuchte ich wegzukommen von Lilly und Pinki. Ich bewarb mich bei den ersten Adressen der Branche. Oft bekam ich die Gelegenheit mich persönlich vorzustellen, meist fühlte ich mich aber auf Anhieb unwohl und immer hagelte es nach den Gesprächen Absagen. Eine ist mir jedoch in besonderer Erinnerung geblieben.

Ich sprach bei Hutsch & Kowalski vor. Direkt mit dem Chef. Ein großes Tier in der Werbung. Zumindest denkt er das. Damit mir das auch von Beginn an klar wurde, ließ er mich 30 Minuten warten. Dann trat seine Exzellenz Kowalski ein. Er drückte mir beiläufig die Hand, setzte sich an den Tisch und schaute sich wortlos meine Mappe an. Dann hob er den Kopf und musterte mich mit wölfischem Blick.

„Nun“, sagte er, „das, was ich in Deiner Mappe sehe, hat an wenigen Stellen gute Ansätze bleibt aber doch nur Reklame. Das was Du hier vorlegst, hat mit dem, was wir hier machen, rein gar nichts zu tun. Wir verstehen uns als kreative Grenzgänger. Das da in Deiner Mappe ist etwas Anderes, etwas wovon ich dachte es sei längst tot – zumindest wäre es besser so.“ Eisige Stille, dann fuhr er fort. „Derzeit haben wir sowieso keine Stelle frei. Aber ich schaue mir gerne neue Leute an. Auch bei dir ist noch nicht alles verloren. Du musst durch eine harte Schule. Geschliffen musst du werden.“ Vermutlich sollte mich das trösten. Tat es aber nicht. Es machte mich sauer. „Wenn Du so weit bist, melde dich. Wir können ja in Kontakt bleiben.“

Blieben wir nicht. Ich ging zurück zu Lilly und Pinki und fuhr meine Anstrenungen auf ein Minimum nach unten. Meine Motivation war weg, bis zu jenem Tag, als mich mein Chef feuerte. Aber die Geschichte kennt Ihr ja bereits. Jetzt sitze ich also hier und warte auf Branko „das Biest“ Mei. Auch er lässt sich Zeit. Aber dieses Mal ist der Job für mich auch nur Mittel zum Zweck. Unverzichtbar, um mein Ziel vom großen Geld zu verwirklichen. Da öffnet sich die Tür und May bittet mich herein. Er ist ein etwas untersetzte Mann, sehr behaart, sehr muskulös. Sein runder Schädel ist fast kahl. Unter seinen dunklen Augenbrauen blitzen zwei hellgrüne Augen. Mit dem buschigen Schnautzer hat er etwas von einem cholerischen Walross. Doch als er den Mund auf macht, klingt er richtig freundlich, fast ein wenig schüchtern.
„So, min Jung. Du willst also bei uns anfangen. Siehst ja kräftig aus. Kannst Dich also verteidigen, wenn ein paar schwere Jungs vorbei schauen. Hö hö hö!“ Ich lache aus Freundlichkeit mit. Ich will den Job.

Nachdem er meine Bewerbungsunterlagen durchgesehen hat, schaut May auf und brummt „gut, wir versuchen das. 250 Euro pro Nacht, abgerechnet wird zum Schluss – also am Monatsende. Hö hö hö!“ Scherzkeks. Ich setze meine Unterschrift unter den Vertrag. „Morgen beginnt Deine erste Schicht. Ich erwarte, dass Du pünktlich bist!“ Keine Sorge, das werde ich sein. Ich brauche schließlich die ganze Nacht, um mir ein genaues Bild von meinem Ziel zu machen.

Ich fühle mich wie ein Pokerspieler vor dem Austeilen der Karten. Der Jackpot ist so gut wie mein. Schon spüre ich wie erste Adrenalinblitze meine Muskeln durchzucken. Ich begrüße meine inneren Dämonen und freue mich diebisch auf den bevorstehenden Bruch.

Fortsetzung folgt …

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Der größte Humbug aller Zeiten

Januar 26, 2009 · Kommentar schreiben

Der Größte hat auch einmal Riesenblödsinn gemacht.

Muhammad Ali als Testimonial für Capri-Sonne

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Das Mord-und-Totschlag-Mysterium (Teil 3)

Januar 25, 2009 · 1 Kommentar

Schießen, laden, zielen – nach dieser Divise pflegen nur totale Versager zu arbeiten. Ich dagegen kopiere gleich erfolgreiche Kampagnen und spare mein kreatives Pulver für wirklich wichtige Dinge auf. Beispielsweise für die Nahrungssuche. Mein eingangs erwähnter Hunger ist schließlich immer noch nicht gestillt. Und bevor ich unseren Datenserver und das Internet nach guten Headline- und Kampagnen-Ideen durchforste, will ich erst einmal Energie tanken. Da essen zu lange dauert, muss es eben Sprit sein. Am besten mit ein paar Extraumdrehungen. Ich schleiche also in die Küche und plünder den Geheimvorrat unseres Client Service Directors Marvin Age. „Die Flasche wird sowieso nichts merken“, denke ich und setze an. Auf ex! Gluck, gluck, schluck – ahhhh, das tat gut. Na komm, auf einem Bein kann man nicht stehen und schon fließt der Inhalt der zweiten Flasche meine ausgedorrte Kehle hinunter. Verflucht! Ich glaube der Schnaps vom CSD hat mir den Rest gegeben.
„Haha, schon komisch, dass die Abkürzung für Client Service Director sich nach einer Schwulenparade anhört. Aber passt auch irgendwie, Berater sind sowieso alles Tunten“, höre ich mich sagen. Besser, ich hätte die Finger von Marvins Fusel gelassen, mit den aufkommenden bad Vibrations kann ich nicht arbeiten. Schon fange ich an, wirres Zeug zu reden. Ich glaube, ich lege mich erst einmal hin. Die Arbeit wird sich schon irgendwie von selbst erledigen. Zur Not muss ein Praktikant dran glauben. So war es bisher immer. So wird es immer sein und wenn nicht ist auch egal!

3 Stunden und 15 Minuten später:

Ich habe einen unruhigen Schlaf. Meine Träume quälen mich. Die Geister der Vergangenheit lassen mich nicht in Ruhe. Ich stehe auf und nehme noch einen Schluck. Jetzt kann ich besser schlafen.

7 Stunden und 38 Minuten später:

Ich wache schweißgebadet auf. Der Termin mit CHOCOLATE DE BRUXESSLES ist in 4 Minuten. Meine Klamotten riechen nach Pumakäfig und mein Blut kocht. Ich bin bereit. Ich bin voll da! Alles, was mir fehlt sind Headlines. Ich schaue in den Untiefen meines Rechners nach etwas Verwertbaren. Alter Text, neues Logo, fertig – so lautet die Devise. Noch 2 Minuten bis zum Meeting. Ich suche weiter, mein Puls rast. Unter Druck arbeite ich am besten. Noch 1 Minute. Die Sekunden verrinnen. 40 Sekunden. Mein Chef kommt zu mir und will mich fragen, wo meine Texte seien. Schließlich müssen Sie noch ins Layout. Doch als ihn der Gestank meiner Klamotten anknurrt, macht er auf dem Absatz kehrt. Die letzten 10 Sekunden. Bei den Texten für CANDICE LAFAYETTE Jewlery werde ich schließlich fündig: „Kostbare Verführung“ – passt doch einigermaßen.

Hastig drucke ich die Seiten aus und stürme zum Meeting. Ich reiße die Tür auf – doch was muss ich da erblicken?! Der hirnamputierte CSD, der nichts, aber auch gar nichts zur kreativen Lösung beigetragen hat, sonnt sich im Glanze meiner harten, nächtlichen Arbeit. Zum Kotzen ist das! Ich muss mich erst einmal setzen. Als wäre es nicht schon genug, sehe ich dann noch, dass hier gar nicht meine Kreation vorgestellt wird sondern ein „Werk“, das wir schon einmal vergeblich bei einem anderen Kunden verkaufen wollten. Aus Scheiße werde Gold – nach dieser Divise verfährt Mister Marvin „Laberhans“ Age nur allzu gerne. Doch diesmal nicht. Ich halte diese Demütigung einfach nicht mehr aus.
„Es tut mir schrecklich leid“, ich hebe theatralisch meine Stimme, „aber das Zeug da wird in keinster Weise der Marke CHOCOLATE DE BRUXESSLES gerecht. Ich haue mir hier die Nächte um die Ohren und Ihr habt nichts Besseres zu tun, als … ach, Ihr könnt mich alle mal: Es ist eine geklaute Kampagne und ich halte es für unverantwortlich …“
„Ed! Verdammt, was redest Du?“, schnauzt mich Age an, „das hier ist nicht das CHOCOLATE DE BRUXESSLES Meeting, Du Pfeife. Das ist VECTOR Damenrasierer und jetzt raus hier!“
„Geklaute Kampagne?“ fragt der Kunde, „das ist unerhört …“
Der Rest geht im allgemeinen Geschrei unter. Mittlerweile dürfte auch das echte CHOCOLATE DE BRUXESSLES Meeting ein Desaster sein. „Wenn der Wagen einmal gegen die Wand gefahren ist, brauche ich auch nicht mehr einsteigen“, denke ich und verlasse pünktlich um 10:35 Uhr die Agentur.

Mein Brummschädel braucht dringend eine Pause. Ich gehe nach Hause und schmeiße mich ins Bett. Doch bevor ich richtig einschlafen kann, höre ich mein Telefon klingeln. Das kleine Ding kreischt förmlich. Ich nehme ab.
„Ed, Du blöder Hund wo warst Du?“, brüllt mein Chef, „Marvin sagte, Du hättest Herrn Schmitz von VEKTOR beleidigt. Der Kunde steht offenbar kurz davor, der Agentur zu kündigen. Bravo, Du Genie, damit hast Du heute vielleicht gleich zwei Kunden zum Teufel gejagt. CHOCOLATE DE BRUXESSELS war eine Katastrophe. Ich mach Dich fertig. Du bist …“ Klack. Ich lege auf. Mein Schlaf ist mir wichtig.
„Gut“, sage ich, „dann bin ich eben gefeuert. Es sei!“ Da draußen wartet bestimmt ein neues Abenteuer auf mich.

Fortsetzung folgt …

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Das Mord-und-Totschlag-Mysterium (Teil 2)

Januar 23, 2009 · 3 Kommentare

Sorry, ich habe mich noch gar nicht vorgestellt. Mein Name ist Werteis. Ed Werteis. Schon seit ein paar Jahren arbeite ich bei Lilly & Pinki, einer angesagten Werbeagentur, als Texter. Aber ich war nicht immer ein verweichlichter Werber. Vor langer Zeit war ich ein gefragter Auftragskiller. Pro Auftrag sind dabei Summen von bis zu fünf Millionen Euro im Spiel gewesen. Die Welt liebt Geld, doch nur des Geldes wegen habe ich nie gearbeitet. Dafür mochte ich meinen Job zu sehr. Die Spannung, das Adrenalin und natürlich den Moment selbst. Doch das Schönste war: Meine Ziele spürten nie etwas – es sei denn, ich wollte es so. Aber das ist Vergangenheit und alles, was mich momentan interessiert ist mein Hunger. Was bin ich nur für ein bourgeoises Arschloch geworden?! Und alles wegen Ihr. Zugegeben Funny ist eine echte Zuckerschnitte. Aber zu viel Zucker macht den Affen eben nicht munter, sondern fett. Ich darf meinen Körper nicht länger so misshandeln. Seit einiger Zeit habe ich auch wieder mit dem Training begonnen. Und so langsam kommen auch die Reflexe wieder. Außerdem …
„EEEEED!“, habt Ihr das gehört? Das war mein Chef. Ich muss daher dieses kleine Schwätzchen beenden und … „WANN SEHE ICH ENDLICH MAL WIEDER WAS VON DIR?“ … ja, ja ich komm ja schon.
Merkt Ihr jetzt, warum ich die Vergangenheit herbei sehne?! Die gute alte Zeit. Die Zeit von alles oder nichts.
„Mach schon! Ich habe nicht den ganzen Tag Zeit!“, keift das Riesenbaby.
Eigentlich gibt es keinen Grund, warum nicht schon heute wieder gestern sein kann. Wenn Ihr versteht, was ich meine.
„Hier Chef“, ich reiche ihm meine Notizen, „endlich sind mir für unseren neuen Kunden CHOCOLATE DE BRUXESSLES ein paar Claims eingefallen, die – glaube ich – ganz gut sind.“
„Das entscheide immer noch ich! Außerdem sind Deine Ideen meistens sowieso nicht so gut wie Du denkst. CHO gleich 2008 Strich 1 Strich 32 – was ist das für eine beschissene Headline?!“
„Äh, das ist keine Headline, sondern die interne Jobnummer …“
„Mwhahaha, weiß ich doch. Bist voll drauf reingefallen, MWHAHAHAHAHARCHHHHHH!“, mein Chef grunzt wie ein Schwein, wenn er lacht. Koks sei dank!
„Naja, eigentlich finde ich hier bei Deinen Vorschlägen nichts Gutes: Die süße Verführung aus Belgin, Immer eine Sünde wert, Die Schokoladenseite Belgiens … – das ist doch alles Müll. Versuchs doch mal mit Belgiens Schokoladenseite oder Genuss in warmen Braun!“
Warmes Braun! Warmes Braun! Warmes Braun! Immer muss ich mir so eine Scheiße anhören. Eigentlich müsste ich ihm sofort seine Vorschläge dorthin rammen, wo …
„Klar Chef. Wird gemacht!“, aber wie Ihr seht, bin ich genau das Gegenteil von dem, was man couragiert und kämpferisch nennt. Ich ekel mich vor mir selber. Bis morgen muss alles stehen, denn da wollen wir dem Marketing Boss von CHOCOLATE DE BRUXESSLES unsere Kampagnenvorschläge und kreativen Ergüsse präsentieren. Ach, was soll’s. Das ist nichts im Vergleich zu meiner Mission in Mykandi, Südafrika. Was, Ihr habt noch nie von diesem kleinen Land gehört?! Das wundert mich nicht. Denn erstens nennt man Afrika nicht umsonst „den vergessenen Kontinent“ und zweitens existiert seit meiner – erfolgreichen – Mission gegen den grausamen Diktator Mufiffi, dieses Land auch nicht mehr.

Am 27. Oktober 2004 sprang ich mit dem Fallschirm über dem Zielgebiet ab. „Operation: Lion King“ war angelaufen. Mein Auftrag war es, das Volk von ihrem despotischen Diktator zu befreien. Ich schlug mich also durch Gestrüpp und aufgebrachte Menschenmassen durch bis zum Palast Mufiffis. Er schien meine Ankunft bereits bemerkt zu haben und wollte mit seinem Hubschrauber fliehen. Was für ein armseliger Versuch. Wie ein Panther sprang ich über die Straßenblockaden direkt in seinen Hubschrauber. Er schrie. Er flehte. Doch das alles half dem Wurm nichts.
„Irgendeinen letzten Wunsch?“, knurrte ich.
„Uga dagag pmboo tahahalla!“, rief er mir mit zitternder Stimme entgegen.
Keine Ahnung, was er meinte. Ich hoffe es war etwas Sinnvolles, denn schon wenige Sekunden später hielt ich sein noch schlagendes Herz in meiner Hand.
Hinter mir lag der Krieg. Vor mir ein zerstörtes Land. Kaputte Träume. Albträume – ich wollte nicht mehr. Ich denke, das war der Anfang vom Ende von meinem Killer-Dasein. Aber bis dahin sollte es noch ein paar Jahre dauern.

Fortsetzung folgt …

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Häuptling Fehlerteufel

November 30, 2008 · 1 Kommentar

saturn_indianer_jones

Vor einer Woche fotografiert: Bei den aktuellen Saturn Plakaten hat sich ein Fehler eingeschlichen. Findet ihn! :-)

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Sprücheklopfer

Oktober 22, 2008 · Kommentar schreiben

Nabendallerseits! Da bin ich wieder. Warum ich weg war? Ist doch wurscht. Außerdem habe ich Euch etwas mitgebracht. Nämlich die besten Sprüche aus dem Werbealltag. Total verrückt. Menschenverachtend. Aber komisch. Welcher gefällt Euch am besten?

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Werbepause

Juni 9, 2008 · 1 Kommentar

Düsseldorf, der 6. Juni 2008. Es ist viel zu heiß, um in der Mittagspause etwas Warmes essen zu gehen. Darum setzten meine Kollegin und ich uns ganz radikal auf Nulldiät und tigerten zur heiß beworbenen Ausstellung „Radical Advertising“. Für ein paar Euro kann man sich dort noch bis zum 17. August verschiedene Arten von Werbung anschauen. Und es sind wirklich auch ein paar sehr schöne Sachen dabei – beispielsweise eine Ambient-Arbeit für Amnesty International bei der ein Gullydeckel, aus dem zwei Hände ragen, zu einem Gefängnis umfunktioniert wurde.

Amnesy International, Wrong Opinon, Frankfurt, Auftraggeber: AI, Agentur: Michael Conrad & Leo Burnett

Bei vielen Dingen überzeugt aber leider nur die Optik. Dies gilt vor allem für die Werbung diverser Modemarken wie Calvin Klein oder auch Benetton. Die einen schaffen Aufmerksamkeit durch eine glatte, perfekte Ästhetik und die anderen schocken mit blutigen T-Shirts oder amputierten Extremitäten. Übersehen werden solche, polarisierende Werbewerke natürlich nicht – aber sind sie darum automatisch gut oder zielführend? Gab es da nicht einen Skandal in den 90ern mit Benetton, worauf sich ein paar Kunden sogar entschieden, nicht mehr bei dieser Marke einzukaufen? Genau solche Fragen löst die Ausstellung leider nicht auf. Sie zeigt eben nur einen (kleinen) Überblick über diverse Werbemöglichkeiten, die auch noch richtig gut aussehen. Doch das tut Werbung ja meistens.

Aber: was wirklich zählt ist der Inhalt und in diesem Punkt überzeugen wirklich nur ganz wenige der ausgestellten Arbeiten. Denn sie begnügen sich nicht nur mit der bloßen Schaffung von Aufmerksamkeit, sondern verknüpfen Erwartungshaltung, Markenimage und eine tolle Optik miteinander und formulieren so ein Versprechen bzw. eine klare Aussage. Aber die fehlt bei den meisten Exponaten. Das wäre allerdings gar nicht so schlimm, wenn nicht die Ausstellungsmacher auf eine kritische Auseinandersetzung mit dem Gezeigten vollkommen verzichtet hätten. Denn warum sollte ich mir etwas für Geld angucken, was mir als Konsument auch kostenlos geliefert wird? Ein wenig mehr Infos zu den dargestellten Kampagnen hätte es schon geben dürfen.

So bleibt am Ende der Ausstellung „Radical Advertising“ das unbefriedigende Gefühl, alles schon einmal irgendwie gesehen zu haben und doch nicht mehr zu wissen. Wie? Was? Werbung? Wer keine Antworten kriegt bleibt auch dumm. Blöd!

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Werbung ist keine Kunst

April 3, 2008 · Kommentar schreiben

Das ist die Wahrheit: Werbung ist das Kauderwelsch aller kulturellen Erzeugnisse, zugespitzt auf eine simple Aussage oder ein Versprechen. Im Mittelpunkt steht das Geld. Dafür werden bekannte Redewendungen und grafische Ikonen verhackstückt, neu gemixt, genudelt und verschrubelt. Gewürzt wird das Ganze mit einer kleinen „eigenen“ Note und tataa fertig ist der Mainstream. Süper süß und super sexy and last but not least: super schnell. Und das ist auch gut so, denn Zeit ist Geld und Geld ist knapp. Aus Erfahrung gut heißt es da für all jene, die ihren Platz an der Sonne genießen. Neue Ideen für mich sind da nur selten dabei. Doch erst wer die Form beherrscht, darf sie verletzen. Frage darum nicht, was die Werbung für Dich tut, sondern frage, was Du für die Werbung tun kannst. Vertraue dabei nicht der Technik, traue auch nicht diesem Artikel oder gar den Kommentaren. Traue nur Dir selbst! Denn nichts ist unmöglich in puncto Kreativität.

Manche machen im Zuge der Erschließung von neuer Energie den Fehler, geliebt werden zu wollen. Doch es ist immer besser gefürchtet zu sein, als geliebt zu werden. Das wusste bereits ein alter Italiener. Vor langer Zeit, in einem weit, weit entfernten Land. Aber damit ist nicht das Marlboro Country gemeint, wo die Götter Urlaub machen. Nein, die Rede ist natürlich von Mailand-Madrid-Hauptsache-Italien. Und wer noch immer nicht verstanden hat, was ich meine, dem sei gesagt: Es gibt nichts Gutes außer man tut es. Klar soweit?! ;)

Der Rest ist schweigen, ein kleiner Trash-Surf-Tipp und eine Quizfrage.

Quizfrage

Wie viele Zitate und Verweise sind im Text versteckt?

a) 15
b) 17
c) 19

Lösung unten.

Surf-Tipp

>> www.japander.com

Hollywoodstars drehen für japanische Firmen Werbespots und wir als Zuschauer durch. Hier ein Beispiel:

Schwarzenegger Alinamin V Energy Drink

Lösung Quiz: Es sind 19 Zitate und Verweise.

1. Das ist die Wahrheit, 2. Süper süß und super sexy, 3. Und das ist auch gut so, 4. Zeit ist Geld und Geld ist knapp, 5. Aus Erfahrung gut, 6. Platz an der Sonne, 7. Ideen für mich, 8. erst wer die Form beherrscht, darf sie verletzen, 9. Frage darum nicht, was die Werbung für Dich tut, sondern frage, was Du für die Werbung tun kannst, 10. Vertraue dabei nicht der Technik, traue auch nicht diesem Artikel oder gar den Kommentaren. Traue nur Dir selbst!, 11. Denn nichts ist unmöglich, 12. neue Energie, 13. es ist immer besser gefürchtet zu sein, als geliebt zu werden, 14. Vor langer Zeit, in einem weit, weit entfernten Land, 15. Marlboro Country, 16. wo die Götter Urlaub machen, 17. Mailand-Madrid-Hauptsache-Italien, 18. Es gibt nichts Gutes außer man tut es, 19. Klar soweit?!

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Oh Ogilvy!

Februar 7, 2008 · 2 Kommentare

In letzter Zeit habe ich dieses Blog ja nicht mehr so gepflegt. Aber das hat Gründe. Ich bin nämlich aus der (unterschätzten) münsteraner Provinz ausgezogen mit dem Ziel, in der großen, weiten Werbewelt mein Glück zu versuchen. Gelandet bin ich dann bei Ogilvy. Aber das macht nichts. Hier ist es ja auch ganz nett :)

Das wichtigste in würziger Kürze:

- Kollegen: superkreativ, superlieb, supersexy und tanzen manchmal auf den Tischen (Grund siehe unten)
- Arbeitsplatz: Großraumbüro mit Blick auf den Hafen
- Job: macht Spaß
- Chef: macht gerade Urlaub (Benefit siehe oben)

So, das wars, ich muss jetzt wieder schaffen.

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Sensation von Äpple

Januar 17, 2008 · Kommentar schreiben

ischnack1.gif

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