FloNet

Einträge mit dem TagWerbung

Werbung ist keine Kunst

April 3, 2008 · No Comments

Das ist die Wahrheit: Werbung ist das Kauderwelsch aller kulturellen Erzeugnisse, zugespitzt auf eine simple Aussage oder ein Versprechen. Im Mittelpunkt steht das Geld. Dafür werden bekannte Redewendungen und grafische Ikonen verhackstückt, neu gemixt, genudelt und verschrubelt. Gewürzt wird das Ganze mit einer kleinen “eigenen” Note und tataa fertig ist der Mainstream. Süper süß und super sexy and last but not least: super schnell. Und das ist auch gut so, denn Zeit ist Geld und Geld ist knapp. Aus Erfahrung gut heißt es da für all jene, die ihren Platz an der Sonne genießen. Neue Ideen für mich sind da nur selten dabei. Doch erst wer die Form beherrscht, darf sie verletzen. Frage darum nicht, was die Werbung für Dich tut, sondern frage, was Du für die Werbung tun kannst. Vertraue dabei nicht der Technik, traue auch nicht diesem Artikel oder gar den Kommentaren. Traue nur Dir selbst! Denn nichts ist unmöglich in puncto Kreativität.

Manche machen im Zuge der Erschließung von neuer Energie den Fehler, geliebt werden zu wollen. Doch es ist immer besser gefürchtet zu sein, als geliebt zu werden. Das wusste bereits ein alter Italiener. Vor langer Zeit, in einem weit, weit entfernten Land. Aber damit ist nicht das Marlboro Country gemeint, wo die Götter Urlaub machen. Nein, die Rede ist natürlich von Mailand-Madrid-Hauptsache-Italien. Und wer noch immer nicht verstanden hat, was ich meine, dem sei gesagt: Es gibt nichts Gutes außer man tut es. Klar soweit?! ;)

Der Rest ist schweigen, ein kleiner Trash-Surf-Tipp und eine Quizfrage.

Quizfrage

Wie viele Zitate und Verweise sind im Text versteckt?

a) 15
b) 17
c) 19

Lösung unten.

Surf-Tipp

>> www.japander.com

Hollywoodstars drehen für japanische Firmen Werbespots und wir als Zuschauer durch. Hier ein Beispiel:

Schwarzenegger Alinamin V Energy Drink

Lösung Quiz: Es sind 19 Zitate und Verweise.

1. Das ist die Wahrheit, 2. Süper süß und super sexy, 3. Und das ist auch gut so, 4. Zeit ist Geld und Geld ist knapp, 5. Aus Erfahrung gut, 6. Platz an der Sonne, 7. Ideen für mich, 8. erst wer die Form beherrscht, darf sie verletzen, 9. Frage darum nicht, was die Werbung für Dich tut, sondern frage, was Du für die Werbung tun kannst, 10. Vertraue dabei nicht der Technik, traue auch nicht diesem Artikel oder gar den Kommentaren. Traue nur Dir selbst!, 11. Denn nichts ist unmöglich, 12. neue Energie, 13. es ist immer besser gefürchtet zu sein, als geliebt zu werden, 14. Vor langer Zeit, in einem weit, weit entfernten Land, 15. Marlboro Country, 16. wo die Götter Urlaub machen, 17. Mailand-Madrid-Hauptsache-Italien, 18. Es gibt nichts Gutes außer man tut es, 19. Klar soweit?!

Categories: Advertising
Getaggt: , , ,

Oh Ogilvy!

Februar 7, 2008 · 2 Comments

In letzter Zeit habe ich dieses Blog ja nicht mehr so gepflegt. Aber das hat Gründe. Ich bin nämlich aus der (unterschätzten) münsteraner Provinz ausgezogen mit dem Ziel, in der großen, weiten Werbewelt mein Glück zu versuchen. Gelandet bin ich dann bei Ogilvy. Aber das macht nichts. Hier ist es ja auch ganz nett :)

Das wichtigste in würziger Kürze:

- Kollegen: superkreativ, superlieb, supersexy und tanzen manchmal auf den Tischen (Grund siehe unten)
- Arbeitsplatz: Großraumbüro mit Blick auf den Hafen
- Job: macht Spaß
- Chef: macht gerade Urlaub (Benefit siehe oben)

So, das wars, ich muss jetzt wieder schaffen.

Categories: Advertising
Getaggt: , ,

Sensation von Äpple

Januar 17, 2008 · No Comments

ischnack1.gif

Categories: Advertising
Getaggt: , , , ,

Ganz großes Kino

Dezember 28, 2007 · No Comments

cigarette.gif

Raucher haben es schwer. Sie stinken aus dem Mund, haben gelbe Zähne und erhöhen durch ihr qualmendes Hobby drastisch das Lungenkrebs-Risiko. So weit, so schlecht. Doch eines muss man der Tabakindustrie lassen: in Sachen Werbung liegen Philip Morris und Co. immer noch meilenweit vor den Gegnern des blauen Dunsts beim Ritt ins Reklame-Eldorado. Doch dieser Vorsprung wird durch den oben angekündigten Blockbuster mit Gewissheit schneller schmelzen als Schnee im heißen Marlboro Country.

Categories: Advertising
Getaggt: , , ,

Remix als Kennzeichen der modernen Kultur

Dezember 3, 2007 · 3 Comments

kopierer.jpg

Der Kopierer - die Horrer-Zukunftsvision kreativen Schaffens

Viele selbsternannte Kreative wünschen sich große Kampagnen zu entwickeln. Doch ihr Handeln steht im krassen Widerspruch zum proklamierten Anspruch nach Originalität. Da man sich ein “echtes” Fotoshooting “an dieser Stelle nicht leisten” kann oder eher will, greift man gerne auf istockphoto, Getty Images, fotolia und Co. zurück. Dort kann man sich schließlich ganz bequem eine Reihe von Fotos und Illustrationen herunter laden. Manche nennen dieses Vorgehen “Konzeption”. Lachhaft! Es spricht ja nichts dagegen, dass man, um Kunden einen Eindruck von dem möglichen Endprodukt zu vermitteln, auf Stockphotos zurückgreift. Aber doch bitte nicht ausschließlich und schon gar nicht aus Bequemlichkeit. Es nervt einfach unheimlich, wenn man sieht, wie absolut talentierte Kreative aus Mangel an Einsatzwille lieber zum Plagiator werden, als etwas Neues zu kreieren. Zumindest ein höheres Maß an Selbstkritik und Ehrlichkeit wäre in manchen Situationen wünschenswert. Denn nichts ist peinlicher als sich mit fremden Lorbeeren zu schmücken - besonders dann, wenn Kollegen einem für diese Fremdleistungen auch noch begeisteres Lob aussprechen.

Aber nicht nur aus Gründen der Integrität sollte man den Anteil von Fremdkreationen in der eigenen kreativen Arbeit möglichst vermeiden. Denn auf Dauer wirkt sich ständiges Zitieren bzw. neudeutsch “Remixen” negativ auf die eigene kreative Leistungsfähigkeit aus. Ein Beispiel: Um für einen Kunden eine Illustration anzufertigen, wurde diverses Stockmaterial gesichtet und nach geeigneten Motiven durchsucht. Die Suche gestaltete sich schwierig und war einigermaßen ergebnislos, bis wir auf die Idee kamen, einfach die benötigten Szenen selbst nachzustellen. Und genau das taten wir dann auch. Der Clou dabei ist übrigens, dass die Motiv-Vorlagen dabei nicht nur viel lebendiger und besser wurden, auch die Produktionszeit verkürzte sich. Dieses Beispiel zeigt, dass “Selbstgemachtes” sich gleich in mehrfacher Hinsicht auszahlt: die Erstellungszeit verkürzt sich, da die nervige Suche nach geeigentem Stockmaterial entfällt, die Produktion macht viel mehr Spaß und das Ergebnis ist wirklich originell - in jeder Hinsicht. Zudem war in diesem Fall sogar die Produktion billiger als das oftmals billige aber nicht immer preiswerte Stockzeug!

Gute Qualität muss also nicht unbedingt teurer sein, sie erfordert lediglich ein gewisses Mehr an kreativem Eigeneinsatz. Doch nicht nur die Werbe- bzw. Kommunikationsdienstleistungsbranche ist von der Seuche der der Remix-Sucht befallen. Auch im Bereich von Literatur, Musik und Film vertraut man lieber auf erprobte Strickmuster und produziert Neuinterpretationen von Erfolgsrezepten. Ist dies das Ende der Kultur? Wohl kaum. Bekanntlich kam es im Laufe der Geschichte immer wieder zu Hommagen, Revivalen und Remakes - also mit anderen Worten zum Kopieren von Bewährtem. Auch große Künstler wie Pablo Picasso und Francis Bacon haben alte Meister kopiert, um ihren Stil zu studieren und selbst besser zu werden. Im Prinzip ist kopieren also nicht schlimm, solange der ursprüngliche Ersteller genannt wird und man sich nicht selbst als Erfinder rühmt. Schließlich muss man ja nicht immer das Rad neu erfinden, aber man sollte es wenigstens versuchen und mit einem hohen Anspruch arbeiten auch wenn es manchmal mühsam ist. Genau dies ist aber die Krux in Zeiten von istockphoto und Photoshop: es macht das Kopieren und Zusammenfrickeln viel zu leicht und lässt mittelmäßige Arbeiten mit geringem Aufwand viel zu gut aussehen. Der Fortschritt der technischen Hilfsmittel trägt jedoch nicht die Hauptverantwortung am Niedergang kreativer Vielfalt. Nein, es ist nach wie vor die Faulheit des Menschen Neues zu schaffen.

Ob beim Hip Hop, in der bildenden Kunst, beim Film oder eben in der Werbung - überall sitzen ideenlose Phlegmatiker, die sich feige auf die “Zwänge des Geschäfts” berufen und liebend gerne Durchschnittliches erstellen. Das muss aufhören. Denn was wird vom kulturellen Schaffen unserer Generation zurück bleiben, wenn wir ständig nur Vergangenes zitieren anstatt uns von ihm inspirieren zu lassen? Jedenfalls nichts wirklich eigenes und das wäre doch echt langweilig.

Categories: Culture
Getaggt: , , ,

Einfach ist manchmal einfach besser

November 28, 2007 · No Comments

Das hat bestimmt schon jeder rotzfreche Werber einmal erlebt: tagelang grübelt und konzipiert man die frechsten Kampagnen und charmantesten Strategien, doch am Ende wählt der Kunde ausgerechnet die simpelste Lösung. Dies gilt auch für die unten abgebildeten Plakatmotive, welche meine Grafik-Kollegin und ich unter höchstem Zeitdruck ersonnen haben. Doch unter Druck entstehen bekanntlich Diamanten ;)

brand_schoen.jpg

brand_sicher.jpg

Categories: Advertising
Getaggt: , ,

Guerilla-Äktschen in Münster

Oktober 24, 2007 · No Comments

Schaut Euch mal das kleine Filmchen zu einer von mir konzipierten Guerilla-Aktion an. Mehr Infos zu dieser Aktion für den Küchenhändler “Riesenbeck der Küchenkotten” findet Ihr auf der Homepage meines Arbeitgebers avency, einer kleinen Werbeagentur in Münster. Schaut doch dort mal vorbei. Ihr werdet sehen: Kleinvieh macht auch Mist. ;)

Viel Spaß dabei.

Categories: Advertising
Getaggt: , ,

Wärr chatt’s ärfunden?

August 16, 2007 · No Comments

victorinox.gif

Ist das ein Taschenmesser in Deiner Hose oder freust Du dich nur über das Bild? ;)

Categories: Advertising
Getaggt: , ,

Die Nase, was für eine Nase …

August 5, 2007 · 1 Comment

uhu_sphinx.gif

Hier habe ich mich einmal als Anzeigenmacher für UHU versucht. Was meint Ihr? Ist dieser Ansatz ein “UHU-lala” oder doch eher ein “UHU-no”? Jede Stimme zählt.

Categories: Advertising
Getaggt: , , ,

Saustarke Werbespots selbst gemacht

August 4, 2007 · 1 Comment

Jeder kennt die kleinen Ferkel von Media Markt: Oft verärgern sie mit ihrer als Unterhaltung getarnten Krawallwerbung Fernseh- und Kinokonsumenten und nicht zuletzt Verbraucherschützer, die Lockvogelangebote vermuten. Nach der Ausstrahlung eines dieser säuischen Media Markt Spots sind nicht selten Aussprüche wie diese zu vernehmen: “Diese SauBillig-Werbung finde ich irgendwie saublöd. Das könnte ich besser.” Ja, auch ich dachte so und habe flugs eine Serie von drei Alternativen entwickelt. Im Zentrum der 30-Sekunden-Spots stehen stets mordsbillige Angebote, die von einem einsamen Fremden names Billig the Kid aufgedeckt werden.

Und jetzt lest selbst und kommentiert - und habt dabei nur keine Angst vor billigen Anmachen, Ihr kleinen Ferkel!

Spot 1:
Mann: [hysterisches Kreischen] AHHH, Das ist doch Billig - BILLIG THE KID!
Billig the Kid: [Reibeisenstimme mit amerik. Akzent] Richtig! Und die Stadt ist zu klein für Deine Preise und mich. Ich werde sie brutal tiefer hängen müssen.
Mann: [fängt an, weibisch zu flennen] Nein, Gnade! Habt Erbarmen Mr. Kid! AHHHHHH!
Media Markt-
Angestellter: [ruhig, sympathisch] Hey, Billig! Lass dem Mann doch seine hohen Preise! Komm doch lieber zu Media Markt. Da kriegst Du alles für eine lausige handvoll Euro.
Billig the Kid: [erstaunt] Hey Partner, Du bist mein Mann!
[Italo-Western Jingle, ähnlich „The Good, the Bad and the Ugly"]
Billig the Kid: Media Markt - ich bin doch nicht blöd.

Spot 2:
Frau: [begeistert, hysterisch] AHHH, Du bist doch Billig - BILLIG THE KID!
Billig the Kid: [Reibeisenstimme mit amerik. Akzent] Richtig, Ma’am!
Frau: [schmachtend, nuttig] Du bist ja so groß, so stark, so männlich. Darf ich Dich anfassen? Wenn Du willst, darfste mich auch mal … Ich mach Dir auch ‘nen Sonderpreis? Na, was meinste? Billiger kriegst Du’s doch nirgendwo. Hihihi
Billig the Kid: [eiskalt] Doch, bei Media Markt!
[Italo-Western Jingle, ähnlich „The Good, the Bad and the Ugly"]
Billig the Kid: Media Markt - ich bin doch nicht blöd.

Spot 3:
Polizist: [autoritär, brüllend] AHHH, Das ist doch Billig - BILLIG THE KID!
Billig the Kid: [Reibeisenstimme mit amerik. Akzent] Wie kann ich Dir helfen Sheriff?
Polizist: [schreit] HELFEN?! DIR WERDE ICH GLEICH HELFEN!
Billig the Kid: [eiskalt] Wo zwickt der Stern, Mann des Gesetzes?
Polizist: [schreit] MAN SAGT, DU SPIELST BEI MEDIA MARKT MIT GEZINKTEN PREISEN!!!
Billig the Kid: [eiskalt] Nope, Sheriff. Da ist alles recht und billig.
[Italo-Western Jingle, ähnlich „The Good, the Bad and the Ugly"]
Billig the Kid: Media Markt - ich bin doch nicht blöd.

Categories: Advertising
Getaggt: , , , ,